Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit Forschung

Einen Forschungsschwerpunkt an unserer Abteilung bildet die Schriftkultur des Früh- und Hochmittelalters und ihre Wirkung auf die lateinische Literatur und Sprache. Sie finden hier einen Überblick über unsere aktuellen und abgeschlossenen Forschungsprojekte.

Laufende Dissertationen

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Die Regensburger Schreibschule unter Bischof Baturich (817-847)

Unter diesem Arbeitstitel befasst sich Frau Blume in ihrem Promotionsprojekt mit einer Gruppe von etwa 50 Handschriften, die in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts in Regensburg unter dem Episkopat Baturichs entstanden sind. Im Fokus stehen dabei eine paläographische Untersuchung und Auswertung der Handschriften sowie eventuell hinzukommender, bisher nur mit Fragezeichen nach Regensburg lokalisierter Textzeugnisse und eine Einordnung der Ergebnisse in größere historische und schriftkulturelle Zusammenhänge.

Hanna Blume M.A.

Zwischen den Welten: Die Visionen der Aldegunde, Waldetrude und Sadalberga. Kritische Edition, Übersetzung, Kommentar – eine sprachgeschichtliche und literaturgeschichtliche Studie zu Jenseitsvisionen frühmittelalterlicher Visionärinnen.

Die frühmittelalterliche Literatur über Visionen vom Leben nach dem Tod, die sich von der mystischen Literatur unterscheidet, konzentriert sich fast ausschließlich auf männliche Visionäre. Ziel dieses Projekts ist es eine neue Ausgabe der Vita Prima Aldegundis, einer Heiligen aus dem 7. Jahrhundert aus dem heutigen Norden Frankreichs, vorzulegen. Ihr erstes Leben ist reich an Visionen und Wundern, die bisher noch nicht ausreichend aufgearbeitet wurden. Die vita lässt sich in drei distinkte Passagen teilen, die sowohl sprachlich als auch in ihren literarischen und stilistischen Vorbildern unterscheiden. Die Edition wird Einblicke in die intertextuellen Verbindungen der Vita geben und den Autor des Textes datieren und lokalisieren. Der Maubeuge-Zyklus, die verwobene Manuskripttradition der Heiligen aus der Region Hainaut im Norden Frankreichs und Belgiens, bildet den Hintergrund dieser Untersuchung. Dieses Projekt veranschaulicht, wie textuelle Verbindungen in hagiografischen Texten dazu dienten, Kulte zu stärken, Translationen von Reliquien zu rechtfertigen und familiäre und politische Allianzen auszuhandeln. In den verschiedenen Versionen ihres Lebens erscheint der Kult um Aldegund sowohl widerstandsfähig als auch anpassungsfähig an sich wandelnde gemeinschaftliche Bedürfnisse.

Eva Marie Heimers M.A.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

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abgeschlossen
Politische Dichtung der Karolingerzeit
Walahfrid am Hof Ludwigs des Frommen
abgeschlossen
Ein unbeachtetes Bischofsleben aus der Zeit Gregors des Großen
Die Vita des Aredius von Gap
abgeschlossen
Wissenstransfer von der Antike ins Mittelalter
Bedingungen und Wirkungen dauerhafter Verschriftlichung am Beispiel des Klosters Lorsch
abgeschlossen
Dissertationsprojekt
Lateinische Tituli von Karl dem Großen bis zum karolingischen Manierismus